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Erfahrungsbericht zur Jungtaubenkrankheit (Februar 2020)

Vorab möchte ich mich bei den Zuchtfreunden des
Thüringer Rassetaubenclub e.V. ( https://www.mtrc.de/jungtaubenkrankheit )
für den veröffentlichten Bericht zur Monatsversammlung März 2018 bedanken.            Im Besonderen bei Detlev Gierth aus Steinbach für seinen hervorragenden Erfahrungsbericht im Umgang mit der Jungtaubenkrankheit. Leider hat es meine Tiere 2019 so erwischt, dass ich mich gezwungen sah, die von ihm beschriebene Vorgehensweise selbst anzuwenden, was ich nachfolgend kurz schildern möchte.

In den letzten Jahren blieben meine Dt. Modeneser schietti,
dunkel hellschildig gesäumt von der Jungtaubenkrankheit insofern verschont, dass ich keine Todesfälle zu beklagen hatte. Dies habe ich immer meiner Futterzusammensetzung zugeschrieben. Alles was im Garten und in der Kräuterecke angebaut wurde, wurde zugefüttert. Möhren und Möhrenkraut, Zwiebel, Lauch, Oregano, Pfefferminze, nicht zu vergessen Brennessel usw..

Im November 2019  hat es aber auch meine Tiere richtig erwischt.
Am 18. November verendeten 2 Tiere, bis zum 24. November weitere 4 Tiere von insgesamt 16. Die Todesfälle traten nur in einer von drei Voliere auf,  2 Volieren mit jeweils 14 Tieren waren trotz direktem Kontakt, nur durch Draht getrennt, nicht betroffen.  
Auf der Suche im Internet war ich am 22. 11 auf den Bericht des Zuchtfreundes Gierth gestoßen und hatte deshalb meinen Tieren als erste Maßnahme Trinkwasser mit Elektrolyten angeboten, Umckaloabo war kurzfristig nicht zu beschaffen.
Zusätzlich hatte ich auf kleinkörniges Diätfutter ( zerkleinerte Haferflocken, Hirse, Reis, wenig Raps) umgestellt, zur Unterstützung Mariendistelsamen und Kreuzkümmel.

Am 26.11. konnte ich dann Umckaloabo 50 ml zu 21,00 € erwerben.
Allen Tieren habe ich am 26.11. mittags zum ersten Mal Trinkwasser mit Umckaloabo angeboten (50 Tropfen auf 300 ml). Einige geschwächte Tiere, die es schon nicht mehr auf höhere Sitzstangen geschafft haben, wurde mittels Pipette diese Lösung verabreicht. Diese Prozedur habe ich am 27.11. wiederholt, geschwächte Tiere früh und abends mittels Pipette versorgt und allen Tieren zusätzlich Trinkwasser im Mischungsverhältnis 30 Tropfen auf 300 ml auf dem Volierenboden  „barrierefrei“  angeboten. Verschmutztes Trinkwasser wurde erneuert.

Da bereits am 28.11. alle Tiere wieder selbständig Futter und das „barrierefreie“ Trinkwasser aufgenommen hatten, wurden keine Tiere mehr mit Pipette versorgt.
Das Trinkwasser (30 Tropfen auf 300ml) wurde noch bis 30.11. angeboten.
Das Diätfutter wurde während dieser Zeit  mit Öl und Kurkuma, mal mit Joghurt, aber auch Weizen als Keimfutter angeboten.

Alle Tiere hatten sich sichtlich erholt und auch die arg geschwächten Tiere befanden sich wieder auf den oberen Sitzstangen. Ab 01.12. wurde nach und nach auf normales Futter umgestellt. Es traten keine weiteren Verluste auf.

Fazit:
Die Geisel „Jungtaubenkrankheit“ ist offensichtlich behandelbar und ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bei den Zuchtfreunden des Thüringer Taubenclubs für den veröffentlichten Bericht bedanken.
Die Vorgehensweise des Zuchtfreundes Gierth habe ich,
meiner Situation angepaßt, nachvollzogen und das Ergebnis der Behandlung mit Umckaloabo deckt sich mit seinen Beobachtungen.

Umckaloabo, in Verbindung mit Diätfutter, ist offensichtlich ein  hochwirksames Mittel zur Bekämpfung der „Jungtaubenkrankheit“.

Gunter Staps
RGZV Bürgel 1894 e.V.
kontakt@rgzv-buergel.de

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