Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

 

(November 2020)  und alle Jahre wieder....

... die Jungtaubenkrankheit im Jahr 2020

Im Februar 2020 hatte ich mich entschlossen, einen Erfahrungsbericht im Umgang mit der Jungtaubenkrankheit auf unserer  Webseite zu veröffentlichen. Auch, weil Geheimniskrämerei unserem Hobby nicht weiterhilft. Im Gegenteil, es schadet bei der  Gewinnung von neuen Mitgliedern, denn gerade die Jungtaubenkrankheit hat durchaus das Potential, dem ein oder anderen Züchter das Hobby Taubenhaltung und Zucht zu vermiesen. Und deshalb noch einmal vielen Dank den Zuchtfreunden des Thüringer Rassetaubenclub e.V. ( https://www.mtrc.de/jungtaubenkrankheit ), im Besonderen dem Zuchtfreund Detlev Gierth für den veröffentlichten Bericht.

Deshalb an dieser Stelle die Fortsetzung zum Umgang mit der Jungtaubenkrankheit als "Mehrfaktorenkrankheit".

Mehrfaktorenkrankheit? Was liegt näher, als möglichst viele Faktoren zu bekämpfen und damit dem Ausbruch der Jungtierkrankheit entgegenzuwirken. Nach diversen Internet - Recherchen und ohne den Anspruch einer wissenschaftlich fundierten Abhandlung, habe ich mich entschlossen, neben SoftAcid IV (welches bereits mehrere Jahre eingesetzt wird) auch Jungtaubenpulver (JTK-Pulver) anzuwenden.

Auch, da der gesamte Bestand im September nicht "fit" und der abgesetzte Kot zumeist dünnflüssig war. Zusätzlich fehlte es meinen Tieren an Vitalität.

Also wurde JTK - Pulver entsprechend Gebrauchanleitung eingesetzt. Das Ergebnis war fester, dunkler Kot, ganz zu schweigen von der zurückgekehrten Vitalität. Das war für mich überzeugend und ich konnte davon ausgehen, dass die Darmgesundheit meiner Tauben hergestellt war.

Wenn also die auslösende Faktoren der Jungtaubenkrankheit eliminiert wurden, ist dann eventuell auch die JTK eliminiert? 

Beobachten und abwarten (ohne Einsatz sonstiger Medikamente) war angesagt.

Da der Kot nach ca. 2 Wochen wieder in Richtung dünnflüssig tendierte, habe ich an 2 Wochenenden noch einmal JTK Pulver verabreicht, welches aber schon jeweils nach dem ersten Tag Wirkung zeigte.

Tritt die JTK trotzdem auf?

Ja ... am Montag, den 09.11. musste ich feststellen, dass eineTaube (von 34) total geschwächt war und nur mit Mühe eine Sitzstange von ca. 25 cm Höhe erreichte. Dies erinnerte mich sofort an die gemachten Beobachtungen des letzten Jahres. (siehe unten); Jungtaubenkrankheit!!!  Die Überlebenschancen bis zum nächsten Tag waren sehr gering und so wurde noch am gleichen Tag Umckaloabo verabreicht.

Dem geschwächtem Tier oral mit Spritze, ansonsten das Trinkwasser mit  ca. 30 Tropfen Umckaloabo auf 300 ml Wasser versetzt. Dem geschwächtenTier wurde am nächsten Tag früh und abends noch einmal das Medikament oral verabreicht.

Es gab bei allen Tieren keine weiteren Erkrankungen, das geschwächte Tier war nach 5 Tagen wieder fit.

Für mich war interessant, dass die gemachten Beobachtungen zur Anwendung von Umckaloabo bei der Jungtaubenkrankheit des letzten Jahres untermauert und mit dem Einsatz des JTK Pulvers die Jungtaubenkrankheit tatsächlich flach gehalten werden konnte.

 

(Februar 2020) Erfahrungsbericht zur Jungtaubenkrankheit

Vorab möchte ich mich bei den Zuchtfreunden des
Thüringer Rassetaubenclub e.V. ( https://www.mtrc.de/jungtaubenkrankheit )
für den veröffentlichten Bericht zur Monatsversammlung März 2018 bedanken.            Im Besonderen bei Detlev Gierth aus Steinbach für seinen Erfahrungsbericht im Umgang mit der Jungtaubenkrankheit.

In den letzten Jahren blieben meine Dt. Modeneser schietti, dunkel hellschildig gesäumt von der Jungtaubenkrankheit insofern verschont, dass ich keine Todesfälle zu beklagen hatte. Im November 2019  hat es aber auch meine Tiere erwischt.

Am 18. November verendeten 2 Tiere, bis zum 24. November weitere 4 Tiere von insgesamt 16.Die Todesfälle traten nur in einer von drei Voliere auf,  2 Volieren mit jeweils 14 Tieren waren trotz direktem Kontakt nicht betroffen.                                              
Auf der Suche im Internet war ich am 22. 11 auf den Bericht des Zuchtfreundes Gierth gestoßen und hatte deshalb meinen Tieren als erste Maßnahme Trinkwasser mit Elektrolyten angeboten, Umckaloabo war kurzfristig nicht zu beschaffen.
Zusätzlich hatte ich auf kleinkörniges Diätfutter ( zerkleinerte Haferflocken, Hirse, Reis, wenig Raps) umgestellt, zur Unterstützung Mariendistelsamen und Kreuzkümmel.

Allen Tieren habe ich am 26.11. mittags zum ersten Mal Trinkwasser mit Umckaloabo angeboten (50 Tropfen auf 300 ml).

Einige arg geschwächte Tiere wurde mittels Pipette diese Lösung verabreicht. Diese Prozedur habe ich am 27.11. wiederholt, geschwächte Tiere früh und abends mittels Pipette versorgt und allen Tieren zusätzlich Trinkwasser im Mischungsverhältnis 30 Tropfen auf 300 ml  „barrierefrei“  angeboten.

Da bereits am 28.11. alle Tiere wieder selbständig Futter und das „barrierefreie“ Trinkwasser aufgenommen hatten, wurden keine Tiere mehr mit Pipette versorgt.
Das Trinkwasser (30 Tropfen auf 300ml) wurde noch bis 30.11. angeboten.
Alle Tiere hatten sich sichtlich erholt und auch die arg geschwächten Tiere befanden sich wieder auf den oberen Sitzstangen.

Ab 01.12. wurde nach und nach auf normales Futter umgestellt.

Fazit:
Die Geisel „Jungtaubenkrankheit“ ist behandelbar und ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bei den Zuchtfreunden des Thüringer Taubenclubs für den veröffentlichten Bericht bedanken.
Die Vorgehensweise des Zuchtfreundes Gierth habe ich nachvollzogen und das Ergebnis der Behandlung mit Umckaloabo deckt sich mit seinen Beobachtungen.


Gunter Staps
RGZV Bürgel  von 1894 e.V.
kontakt@rgzv-buergel.de

Cookie-Regelung

Diese Website verwendet Cookies, zum Speichern von Informationen auf Ihrem Computer.

Stimmen Sie dem zu?