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auch 2021 gab es wieder etwas "Jungtaubenkrankheit" . . . (verfasst Februar 2022 )

 

Umckaloabo  bei kränkelnden Tauben anwenden oder nicht; dass kann jeder Züchter für sich entscheiden, schließlich ist die Beurteilung der Krankheitssymptome ohne tierärtzliche Unterstützung bzw. Laboruntersuchung eher subjektiv.

Und trotzdem möchte ich an dieser Stelle noch einmal für Umckaloabo plädieren, und dies aus rein praktischer Sicht.

Einem Vereinsmitglied sind  leider 3 Tiere verendet. Diese Tiere waren sichtlich erkrankt (hängende Flügel und Hinterpartie) und wurden nicht bzw. mit Hausmitteln behandelt. Der Gedanke an die JTK und Umckaloabo kam erst, als weitere Tiere erkrankten. Entgegen den bisherigen Anwendungsempfehlungen wurde diesen Tieren Umckaloabo  pur !  verabreicht , mit Spritze direkt aus der Originalverpackung... Eine Behandlung mit der Keule, aber erfolgreich. Die behandelten Tiere erholten sich zusehends, und bis dato ohne erkennbare Nebenwirkungen. Erstaunlich, aber möglicherweise liegt dies daran, dass Umckaloabo ein pflanzlicher Wirkstoff ist.

Kurz nach diesem "Experiment" des Vereinsmitgliedes erkrankten bei mir 2 Tiere. Angespornt durch das "Experiment"  und auch entgegen allen bisher praktiziertem Vorgehen habe ich zum einen...

... nur diese beiden Tiere behandelt und die Verdünnung eher großzügig gehandhabt.  (4ml Wasser mit Spritze aufgezogen und dazu 4 Tropfen Umckaloabo) und dies den beiden Tieren  direkt verabreicht. Auch hier wurden bis dato keine Nebenwirkungen festgestellt und die Tiere  erholten sich zusehends.  Da nur die beiden Tiere direkt behandelt wurde war es spannend, was passieren würde, aber es gab keine weiteren Erkrankungen.  (Die angebrochene Umckaloabo-Flasche steht heute noch im Schrank).

Mal schauen, was die nächste Saison bringt.

 

 

und alle Jahre wieder....

... die Jungtaubenkrankheit (Februar 2021 ...die Kurzfassung)

Nachdem im November 2019 innerhalb einer Woche 6 Jungtauben ohne "Ankündigung" verstorben waren, war guter Rat teuer.

Bei diverse Recherchen im Internet stieß ich letzlich auf die Seite des Thüringer Rassetaubenclubs e.V.  https://www.mtrc.de/jungtaubenkrankheit  und den Erfahrungsbericht des Zuchtfreundes Detlev Gierth.

Empfehlenswert ist auch die Seite  https://www.pigeonvetcenter.com/de/2014-01-29-11-05-42/newsletters-2010/670-newsletter-oktober-2010.

Ob jeder Züchter die diversen Anzeichen zur aufziehenden Jungtaubenkrankheit immer rechtzeitig erkennt ist fraglich. Wenn es aber dann so weit ist, dass Tiere verenden bzw.  Tiere so geschwächt sind, dass erhöhte Sitzstangen nicht mehr erreicht werden, dann hilft nach meiner Erfahrung Umckaloabo.

30 Tropfen Umckaloabo (entspricht ca. 1,5ml) auf 300ml Wasser sind bei meinen Modenesern äußerst wirksam. Den sichtlich geschwächten Tieren wird diese Mischung oral mit Pipette/Spritze verabreicht. Das erste Mal so schnell wie möglich (gut wenn Umckaloabo immer vorrätig ist), weitere 2 mal sollte die Mischung (früh und abends) dann noch verabreicht werden. Danach hatten sich die sichtlich geschwächten Tiere bereits erholt und ich hatte auch keine Todesfälle mehr zu beklagen.

Dass dann allen anderenTieren (auch denen ohne Symptome) diese Mischung als Trinkwasser angeboten wird erscheint sinnvoll. Nach 5 Tagen sollte das schlimmste überstanden sein. Bei Erkennen der Krankheit sollte auch auf kleinteiliges Diätfutter umgestellt werden, das Hauptaugenmerk liegt auf der Reduktion des Eiweißanteils.

Viel Erfolg

Gunter Staps
RGZV Bürgel  von 1894 e.V.
kontakt@rgzv-buergel.de

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